Auszug aus der Ausgabe 164, Nr. 3 der Italian Medical Gazette
Seiten 163 – 169, Juni 2005

Vorbeugung von Grippalen Infekten mit Colostrum

Vergleichsstudie zur Grippeimpfung
„San Valentino Epidemologische Studie”
M. R. Cesarone, G. Belacaro, U. Cornelli, A. Di Renzo, F. Mucci, M. Dugall, M. Cacchio, M. Cornelli, R. Adovasio, F. Fano, A. Ledda, A. Ricci, S. Stuard, G. Vinciguerra

“San Valentino-Vasto Gefäß-Untersuchungs-Projekt”
Abteilung für biomedizinische Wissenschaft
G D’annunzio Universität, Chieti, Pescara, Italien

Colostrum ist eine Substanz, die von Säugetieren in den ersten 48 bis 72 Stunden nach der Geburt produziert wird. Dieser Zeitraum ist äußerst wichtig, denn ohne Colostrum würden Säugetiere nicht überleben. Aus verschiedenen Gründen kann das menschliche Colostrum nicht so einfach zum Gebrauch verwendet werden.
In den letzten zehn Jahren hat sich das Kuh-Colostrum als geeignetste Quelle für den menschlichen Gebrauch herausgestellt – sowohl qualitativ als auch quantitativ. Neben dem hohen Gehalt an Eiweiß, Fett, Kohlehydraten, Vitaminen und Mineralien, enthält mensch-liches Colostrum bioaktive Moleküle, die lebenswichtig für die Immunfunktion und das Wachstum sind. Diese Bestandteile, die man auch im Kuh-Colostrum vorfindet, sind fast identisch mit denen im menschlichen Colostrum, allerdings in viel größeren Mengen, so dass sie für pharmakologische Zwecke geeigneter sind. (So sind z. B. im Kuh-Colostrum bestimmte Immunglobuline und Wachstumsfaktoren viermal soviel vorhanden als im menschlichen Colostrum.)

Die wichtigsten Komponenten des Colostrums sind die Immunfaktoren und die verschiedenen Wachstumsfaktoren. Die Immunfaktoren sorgen in den ersten Lebenswochen für allgemeine Abwehrkräfte und Schutz vor Infektionen, während die Wachstumsfaktoren die Entwicklung des Neugeborenen anregen. In der Pubertät nimmt die Menge an im Körper vorhandenen Immun- und Wachstumsfaktoren langsam ab. Folglich werden wir mit zunehmendem Alter anfälliger für Krankheiten, die Energie nimmt ab, die Haut fängt an ihre Elastizität zu verlieren, das Gewicht nimmt zu und die Muskelspannung lässt nach. Hinzu kommt – da wir in einer „giftigen“ Umgebung voller Schadstoffe und Allergene leben sowie unter Bedingungen, für die wir aufgrund unserer evolutionären Entwicklung nicht geschaffen sind und außerdem einer beträchtlichen Anzahl von kumulativen Faktoren (besonders Zucker, Fett und Salz) ausgesetzt sind – dass der Rückgang der allgemeinen Abwehrkräfte die Ursache für zahlreiche Krankheiten und Störungen sein kann.

Verschiedene Studien haben gezeigt, dass Colostrum natürliche Immun-Stärkungsmittel sowie Wachstumsfaktoren besitzt, die den Körper in einen Zustand von Homöostase       (= Gleichgewicht der Körperfunktionen) versetzen, einen Zustand von Wohlbefinden und guter Gesundheit. Colostrum unterstützt die natürliche Immunfunktion und befähigt den Körper, sich gegen schädliche Wirkungen von Schadstoffen und Allergenen zu wehren, immer wenn wir in Kontakt damit kommen. Zusätzlich schaffen die Wachstumsfaktoren in Colostrum eine Art positive Nebenwirkung in einem gesunden Körper: eine verbesserte Fähigkeit, Fett zu verstoffwechseln oder zu verbrennen, eine bessere Kapazität, um Muskelmasse zu vergrößern, sowie eine „Verjüngung“ von Muskeln und Haut.
Colostrum enthält zusätzlich 90 weitere Komponenten. Hauptsächlich sind das Immun- und Wachstumsfaktoren. Des weiteren enthält es eine perfekt ausgewogene Menge an Vitaminen, Mineralien und Aminosäuren. All diese Faktoren wirken in vollkommener Synergie, um die Gesundheit zu erhalten oder wiederherzustellen.

Immunfaktoren

Es hat sich gezeigt, dass die in Colostrum enthaltenen Faktoren den Körper darin unterstützen, Viren, Bakterien und Pilze abzuwehren. Jeder Faktor spielt eine spezifische Rolle im Abwehrsystem unseres Körpers. Colostrum enthält zusätzlich noch Antikörper gegen Coli-Bakterien, Salmonellen, Rotaviren, Candida, Streptokokken, Staphylokokken, Helikobakter Pylori und andere. Diverse Studien – sowohl Invitro als auch klinische – haben gezeigt, dass Colostrum neben Immunglobulinen auch einen Faktor enthält, der ein schwaches Immunsystem anregt und ein überschießendes Immunsystem beruhigt, wie das bei Autoimmunerkrankungen der Fall ist.

Wachstumsfaktoren

Wachstumsfaktoren bauen Knochen auf und stellen Knochen, Muskeln, Nerven und Bindegewebe, Haut und Knorpel wieder her. Es hat sich gezeigt, dass diese Faktoren die Muskelmasse vergrößern, dem Körper bei der Fettverbrennung helfen und bei der Heilung von Verletzungen hilfreich sind. Schließlich hat sich herausgestellt, dass Wachstumsfaktoren sogar den Alterungsprozess verlangsamen, indem sie Alterserscheinungen verringern. Die Wachstumsfaktoren in Colostrum können:
-den Gehirnstoffwechsel beeinflussen, indem sie bestimmte Vermittler regulieren und die Stimmung verbessern
-das normale Wachstum von geschädigten oder schmerzenden Muskeln, Knochen, Knorpeln, Haut, Collagen und Nervengewebe regenerieren und verbessern
-während Diäten die Fettaufnahme zur Energiegewinnung statt für den Muskelaufbau unterstützen und unabhängig von Diäten schlanke Muskeln aufbauen und aufrechterhalten
-die Regulierung des Blutzuckerspiegels sowie der chemischen Gehirnstoffe unterstützen und Aufnahmefähigkeit und Konzentration verbessern
-unterstützend wirken bei der Hautheilung – wenn örtlich angewendet
-selektiv die RNS und DNS des Körpers reparieren

Andere nützliche Faktoren

In Colostrum finden wir bestimmte Vitamine und Mineralien, die als Nährstoffe essentiell für den normalen Stoffwechsel, Wachstum und die Entwicklung sind und daher unerlässlich für gute Gesundheit. (Auch bei Diäten wichtig) In verschiedenen Colostrum-Arten hat man außerdem diverse Aminosäuren entdeckt. Diese Eiweiß-Komponenten sind notwendig für das Wachstum und die Entwicklung des Körpers. Sie werden unterschieden in essentielle (nicht vom Körper produzierte) und nicht-essentielle (die der Körper selbst herstellt).

Colostrum zur Vorbeugung von grippalen Infekten

Es wurde und wird immer noch viel über die Wirksamkeit von Grippeschutzimpfungen diskutiert, obwohl ihre Anwendung weithin empfohlen wird. Viele Testgruppen konnten keinen wissenschaftlich dokumentierten Nutzen aus solchen Impfungen ziehen.
Es gibt viele Studien über die Wirksamkeit und den Grad an Schutz vor verschiedenen Grippe-Typen, jedoch mangelt es noch an soliden Beweisen für ihre Wirksamkeit, besonders wenn man die Kosten für diese Mittel betrachtet. Die Frage der Schutzimpfung ist weiterhin kontrovers, und es kann zu bekannten Nebenwirkungen kommen. Außerdem besteht theoretisch die Möglichkeit der Langzeit-Nebenwirkungen, die von anderen, derzeit unbekannten Stoffen ausgehen können (z. B. durch eine Virus-Fraktion oder andere unbekannte Faktoren).
Colostrum stimuliert und reguliert generell die Immunabwehr, hält einen guten Gesundheitszustand aufrecht und hat keinerlei Nebenwirkungen.
Der Umfang unserer Studie bezog sich auf die Bewertung der Wirksamkeit, wenn Colostrum zur Grippevorbeugung im Winter oral eingenommen wird, verglichen mit einer Gruppe Probanden, die eine Antigrippe-Schutzimpfung, aber keinerlei Prophylaxe erhielten. 

Materialien und Methoden

Begründung (Argumentation)

Colostrum bietet einen effektiven Schutz gegen das Eindringen von Mikroorganismen über die Verdauungs- und Atmungsorgane. Die vorhandenen Immunglobuline und Wachstumsfaktoren schaffen eine Resistenz gegen Phänomene, welche die Verdauungs-funktionen – bekannt unter dem Namen „Dysbiose“ – verändern. Grippeerkrankungen verursachen oft Verdauungsstörungen, und Viren tendieren dazu, sich auf die Verdauungs- und Atmungsorgane auszubreiten. Die Immunstimulanz-Funktion von Colostrum stärkt an diesem Punkt die Abwehrkräfte der Organe und wehrt daher die durch die Atmungsorgane eindringenden Viren ab. Aus diesen Gründen nimmt man an, dass Colostrum bei der Vorbeugung von vielen Grippe-Arten wirkungsvoll eingesetzt werden kann.

Patienten

An der Studie waren Probanden zwischen 30 und 80 Jahren beteiligt, auch mit Grippeschutzimpfung. Die Teilnehmer wurden in zwei Gruppen aufgeteilt (geimpfte und nicht geimpfte), damit eine identische Verteilung gewährleistet ist.

Ausschlusskriterien

Ausgeschlossen wurden Patienten mit ernsthaften klinischen Krankheiten, solche mit chronischen, nicht behandelbaren Krankheiten, und Patienten in Behandlung oder mit einer potentiellen Intoleranz.

Behandlung

Die Teilnehmer der Behandlungsgruppe erhielten 8 Wochen lang jeden Morgen eine Colostrum-Tablette. Es wurden Kautabletten oder Kapseln verwendet (mit 900 mg ArD Kuh-Colostrum, Corcon, Guna srl., Milano). Die Teilnehmer konnten wählen zwischen Kautabletten oder Kapseln. Die Probanden wurden 2 Monate lang mit einer einzigen Dosis Colostrum behandelt.

Allgemeine Bewertung

Die Bewertung wurde unter Berücksichtigung der folgenden Kriterien durchgeführt:
a)Anzahl der Grippe-Vorfälle während der 2-monatigen Behandlung
b)Anzahl der Grippe-Vorfälle innerhalb eines Zeitraums von 3 Monaten (2 Monate Behandlung und 1 Folgemonat)
c)Gesamtzahl der erkrankten Tage
d)Verursachte Kosten aufgrund von Arbeitsausfall wegen Bettlägerigkeit und andere mögliche Kosten als Folge des Krankseins
Die Daten wurden in Diagramme eingetragen, die den Namen (Initialen) des Teilnehmers, Alter und Geschlecht aufwiesen.

Kontrollen

Die Testpersonen wurden bewertet als Teil einer bereits geschätzten Bevölkerung der Region Valentino (Pescara). Die Studie beinhaltet verschiedene Kriterien und basiert hauptsächlich auf Ultraschall-Untersuchungen der Gefäßwände. Sie wurde abgeleitet von der Framingham-Studie, die bereits seit 10 Jahren existiert. Die meisten Testpersonen sehen ihren Arzt fast täglich.
Im Anschluss an die Studie wurden die Probanden alle 2 Wochen entweder telefonisch neu begutachtet oder persönlich in Interviews sowie mit Fragebögen mindestens einmal im Monat.
Die Studie wurde gemäß eines Registrierungs-Modells durchgeführt.

Statistische Analyse

Zum Schluss der Studie wurde eine Abweichungsanalyse durchgeführt und ein Vergleich zwischen den Gruppen mithilfe eines nicht-parametrischen Tests (Mann-Whitney) angestellt.
Behandlungs-Absichts-Analyse (ITTA): Es wurde ebenfalls eine „ITTA“ durchgeführt. Kurz ausgedrückt, wird in diesem Test die Anzahl der negativen Vorfälle (Grippe-Vorfälle) und gleichzeitig die Anzahl der Ausfälle in den verschiedenen Gruppen betrachtet.

Ergebnisse

Die ausgewerteten Gruppen der Studie waren in bezug auf Alter und Geschlecht vergleichbar (Tabelle I, II). Ausfälle gab es aus nicht-medizinischen Gründen (Unfähigkeit, die Therapie oder Kontrollsysteme einzuhalten, oder ein Nichterscheinen zu den Begutachtungs-Sitzungen).

Grippe-Vorfälle und Anzahl der erkrankten Tage

Unter den mit Colostrum behandelten Teilnehmern war die durchschnittliche Anzahl der Vorfälle in 2 Monaten (0,335; Schwankungsbereich 0 – 3) beträchtlich niedriger als bei nicht behandelten Testpersonen (25% von der Gruppe, die nicht behandelt wurden; P<0,05) sowie auch bei ausschließlich geimpften Testpersonen (bei den Probanden, die Colostrum nahmen, gab es eine 30%ige Vorfall-Rate im Vergleich zu den geimpften ohne gleichzeitige Colostrum-Einnahme; P<0,05). Der Unterschied ist beachtlich und beträchtlich. (P<0,05), sogar 3 Monate nach der Studie, einschließlich des einen Monats nach Verabreichung von Colostrum.
Die Anzahl der Krankheits-Tage war bei nicht behandelten Probanden sowie bei Testpersonen, die nur geimpft wurden, ca. 3 mal so hoch.

Behandlungsabsichts-Analyse

Der Unterschied in der Anzahl der Vorfälle (kombiniert mit den Ausfällen) bei den Probanden, die nur mit Colostrum behandelt wurden und den nicht behandelten Testpersonen betrug 4,2 (178/41,4); die Anzahl der Vorfälle bei den nicht behandelten Personen war folglich 4,2 mal so hoch (P<0,05).

Der Unterschied zwischen den Testpersonen, die nur mit Colostrum behandelt wurden und denen, die geimpft wurden, lag nur bei 3,9 (163,8/41,4); daher war die Anzahl der Vorfälle bei den geimpften Probanden 3,9 mal so hoch wie bei den nur mit Colostrum Behandelten (P<0,05).

Kosten

Sogar die entsprechenden Kosten, die aus dem Arbeitsausfall wegen der notwendigen Behandlung für die Grippe und ihrer möglichen Komplikationen resultierten, zeigten den gleichen Trend. Bei Probanden, die mit Colostrum behandelt wurden, waren die Kosten wegen Krankheitsausfall ca. 30% weniger als bei der Gruppe, die kein Colostrum einnahm.

Toleranz

Die Toleranz war optimal und die Einhaltung war mehr als 88 %; nur weniger als 12 % der Kapseln oder Kautabletten waren falsch eingenommen oder die Dosis nicht eingehalten worden. Zur Prophylaxe für gesunde Probanden sprechen wir von einer sehr hohen Einhaltungsquote.
In Bezug auf die Vorliebe oder Toleranz zwischen Kapseln oder Kautabletten gab es keinen Unterschied, jedoch berichteten 73 % der Testpersonen, dass sie die Kautabletten bevorzugten.

Erörterung

Regulierung

Colostrum scheint das Immunsystem zu regulieren: Dort, wo es quantitativ zu schwach ist, wird es stimuliert (auch die Qualität bestimmter Elemente) und kontrolliert wird das Immunsystem, wenn sein Zustand verändert ist.
Im allgemeinen haben Impfungen einen erkennbaren Einfluss auf die öffentliche Gesundheit, indem sie die Sterblichkeit und Krankhaftigkeit, die durch eine Vielzahl von pathogenen Viren herbeigeführt wird, verringern. Jedoch stellen unerwartete Nebenwirkungen nach wie vor ein potentielles Risiko dar, das die Chance des Schutzes durch Impfungen verringert. Ein weiterer, zu berücksichtigender Aspekt ist die andauernde Veränderung der Antigen-Vorkommen bestimmter viraler Eiweißstoffe, die es daher unmöglich machen, eine Anti-Grippe Impfung zu schaffen, die perfekt an den gegenwärtigen Grippe-Virus angepasst ist.
Die Vermeidung von unterschiedlichen Grippe-Erkrankungen könnte verbessert werden, wenn man den sozialen und erzieherischen Aspekt der Vorbeugung betrachtet, und nicht nur einen passiven Maßstab wie die Impfung. Es wurde bereits vorgeschlagen, Ventilations-Systeme zu verbessern, die Hände regelmäßig zu waschen und zu desinfizieren und darauf zu achten, Virus-Krankheiten nicht zu verbreiten (z. B. indem man in einer isolierten, modifizierten Umgebung arbeitet) Dies könnte die Gefahr der Übertragung von Grippe ähnlichen Infektionen drastisch mindern.
Es ist außerdem offensichtlich, dass einige Probanden – unter genau den selben Bedingungen – Viruskrankheiten „anzuziehen“ scheinen, während andere praktisch immun dagegen sind, auch wenn sie der selben potentiellen Ansteckungskrankheit ausgesetzt sind.

Wechselwirkung mit Medikamenten

Colostrum sollte grundsätzlich als Nahrungsmittel betrachtet werden. Es darf in beträchtlichen Mengen konsumiert werden, ohne dass es zu Nebenwirkungen oder Wechselwirkungen mit Medikamenten kommt. Hinzu kommt, dass Colostrum die Verdauungskraft verbessert.
Für Kinder kann die Einnahme von Colostrum und seinen enthaltenen Immunfaktoren sehr wichtig sein bei langsamen Heilungsprozessen oder Virus-Infektionen und wiederkehrenden Bakterieninfektionen.
Es sind verschiedene Studien durchgeführt worden, um die Wirkungen von Colostrum auf Alzheimer zu messen, die positive Resultate auf kognitive Fähigkeiten und die alltäglichen Funktionen zeigten und die Colostrum als eine mögliche wirksame Behandlung von Alzheimer vorschlagen.
Folglich ist es daher wichtig, zu beachten, dass das Problem der Ausbreitung von Infektionen und der Kontrolle von Grippe-Symptomen zu Verbesserungen der allgemeinen Immun-Abwehr des Einzelnen führen muss. Hier spielt Colostrum – besonders in der vorgeschlagenen Anwendung – eine wichtige und sehr deutliche Rolle.
Die Ergebnisse dieser Studie zeigen generell eine leichte Wirkung der Grippe-Impfung und gute Ergebnisse (mit hoher Toleranz und signifikanter Kosten-Effektivität) mit Colostrum.

Zusammenfassung

Ziel: Der Umfang der Studie bezog sich auf die Bewertung der Wirksamkeit von oral verabreichtem Colostrum bei Grippeerkrankungen im Winter, verglichen mit Grippeschutz-Impfungen, unter Testung einer Kontrollgruppe, die keine Prophylaxe erhielten.

Methoden: 144 Probanden waren beteiligt; 137 schlossen das 3-monatige Fortsetzungsprogramm ab. Es gab 17, nicht medizinische Ausfälle. Die Gruppen, die während der Studie bewertet wurden (keine Prophylaxe, nur Impfung, nur Colostrum und Colostrum kombiniert mit Impfung), waren vergleichbar.

Ergebnisse: Bei den Probanden, die mit Colostrum behandelt wurden, war die durchschnittliche Anzahl an Erkrankungen innerhalb von 2 Monaten (0,335, von 0 – 3) beträchtlich niedriger als bei der Gruppe ohne Behandlungen (25 % der nicht behandelten Gruppe; P< 0,05) sowie bei denen, die nur geimpft wurden (bei den Probanden, die Colostrum einnahmen, gab es eine 30% Rate an Erkrankungen verglichen mit der Gruppe der geimpften Testpersonen, die kein Colostrum einnahmen; P<0,05). Der Unterschied ist beträchtlich und deutlich (P<0,05) unter Berücksichtigung der 2- und 3-monatigen Nachunter-suchungen. Die Anzahl der erkrankten Tage war 3 mal so hoch bei den Testpersonen ohne Behandlung und bei den geimpften Personen, die kein Colostrum zusätzlich erhielten. Die entstandenen Kosten der Ausfalltage zwecks ärztlicher Konsultationen zur Behandlung der Erkrankung und ihrer Komplikationen, zeigten den gleichen Trend. Bei den Testpersonen, die mit Colostrum behandelt wurden, betrugen die Kosten aufgrund der Krankheit und der Ausfalltage ca. 30 % der Kosten bei der Gruppe, die kein Colostrum einnahm. Wenn wir auch den Krankenhaus-Aufenthalt wegen der bronchopulmonalen Komplikationen in Betracht ziehen, (nur bei Personen, die nicht mit Colostrum behandelt wurden), wird der Kostenunter-schied sehr deutlich (P<0,05).

Schlussfolgerung: Abschließend betrachtet, ist Colostrum mindestens 3 mal so effektiv und kostenwirksam wie eine Grippeschutz-Impfung.

Tabelle 1 – Untersuchte Gruppen (die Zahlen beziehen sich auf durchschnittliches Alter, Standard-Abweichungen stehen in Klammern)

Anfänglich waren 144 Probanden beteiligt, 137 beendeten die 3-monatige Folgeuntersuchung, es gab 17 Ausfälle aus nicht medizinischen Ursachen. Das Durchschnittsalter (und die Standard-Abweichung) stehen für Testpersonen, welche die Studie vollständig abgeschlossen haben.

Erklärung der Behandlungs-Absichts-Analyse: Unterschied zwischen Behandlung ausschließlich mit Colostrum und nicht-Behandelten – 4,2 (178/41,4); Anzahl der Vorfälle ist 4,2 mal so hoch bei den nicht behandelten Personen (P<0,05). Der Unterschied zwischen der Behandlung ausschließlich mit Colostrum und der Behandlung ausschließlich mit Impfung = 3,9 (163/41,4); die Anzahl der Erkrankungen bei den Testpersonen, die nur mit Impfungen behandelt wurden, ist 3,9 mal höher als bei der Gruppe, die nur mit Colostrum behandelt wurde (P<0,05)

Schlüsselbegriffe: Influenza, Vorbeugung und Kontrolle, Colostrum, Impfungen, Immuntherapie
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